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ANERKANNT UND ZERTIFIZIERT Home arrow Veranstaltungen arrow PSYCHOSOMATISCHE GRUNDVERSORGUNG
 
 Unsere Veranstaltungen sind von der 
 zuständigen Ärztekammer Schleswig-
 Holstein jeweils aktuell zertifiziert, für
 die Teilnahme können je nach
 Seminarkurs bis zu 160 Fortbildungs-
 punkte
erlangt werden.

Spezielle Schmerztherapie 

Onlineanmeldung Palliativmedizin
PSYCHOSOMATISCHE GRUNDVERSORGUNG Drucken

50 Stunden Kompaktseminar plus 15 Stunden Balint-Gruppenarbeit

Zusätzliches Balint Gruppen Seminar

VERANSTALTUNGSORT:

Congress Centrum Sylt, Westerland / Sylt    
TERMINE:


14.11. bis 19.11.2010


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Zur Info:
Die Teilnahme an einem Fortbildungsseminar „Psychosomatische Grundversorgung“ ist seit neuerer Zeit Voraussetzung für verschiedene Facharztweiterbildungen. Dazu gehören Gynäkologie und Geburtshilfe, Allgemeinmedizin und Innere Medizin, sowie je nach Bundesland weitere Facharztrichtungen mit Patientenbezug. Sie ist weiterhin erforderlich für die Schmerztherapie, bei Gynäkologen für die Zulassung von IVF ( in - vitro - Fertilisation) und als Brustzentrum, sowie bei allen Kassenärzten für die Abrechnung von Gesprächsleistungen nach den EBM-Ziffern 35100 und 35110.

Das Fortbildungsseminar „Psychosomatische Grundversorgung“ richtet sich an Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen, gleichermaßen an niedergelassene Kolleginnen und Kollegen, wie auch an Klinikärztinnen und –ärzte, die bereit sind, sich den psychischen Problemen ihrer Patienten mehr als bisher gewohnt zu widmen. In Deutschland leiden etwa 80% der Patienten unter funktionellen Erkrankungen mit psychosozialem Hintergrund.

Bisher werden Theorie und Praxis der psychosomatischen Behandlung in der allgemeinen medizinischen Ausbildung nur ungenügend vermittelt, so dass funktionelle Störungen oft behandelt werden, ohne dass die wirklichen Ursachen der Beschwerden erkannt sind. Ärztinnen und Ärzte, die sich in psychosomatischer Grundversorgung weiterbilden lassen, sparen ihren Patienten und letztlich auch sich selbst viel Behandlungszeit und Aufwand und vermeiden ebenso oft die Anwendung ungeeigneter und risikobelasteter Therapiemaßnahmen.

Der Seminarkurs „Psychosomatische Grundversorgung“ soll nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern vor allem mithelfen, den ärztlichen Blick fachübergreifend zu erweitern, die ärztliche Tätigkeit effektiver zu gestalten und mehr Zufriedenheit für sich und die Patienten aus seiner Arbeit zu gewinnen.

Nach den Fortbildungsrichtlinien im Curriculum „Psychosomatische Grundversorgung“ der Bundesärztekammer werden vor allem vier Gruppen von Erkrankungen unterschieden, deren Erkennung und Behandlung durch Kenntnisse aus diesem Seminar ermöglicht und erleichtert werden sollen:

Psychische Erkrankungen, die häufige Krankheitsbilder, wie Angsterkrankungen oder depressive Syndrome umfassen Funktionelle Störungen, die somatoforme Erkrankungen, also körperliche Beschwerden ohne organischen Befund, darstellen Psychosomatische Krankheiten als diejenigen körperlichen Erkrankungen, bei deren Entstehung oder Verlauf psychosoziale Faktoren wesentlich beteiligt sind Somatopsychische Störungen, bei denen schwere somatische Erkrankungen vorliegen, deren Bewältigung psychische Probleme verursacht

Die psychosomatische Grundversorgung erfordert grundlegende und gebietsspezifische Kenntnisse, Fertigkeiten und Einstellungen, die in ihren Behandlungsmaßnahmen und –zielen primär somatisch orientierte Ärztinnen und Ärzte befähigen sollen, bei Patienten mit psychischen, funktionellen, psychosomatischen und somatopsychischen Erkrankungen die psychischen Erkrankungen und den psychosozialen Anteil der häufigsten Problemstellungen zu erkennen (Basisdiagnostik) die grundlegende psychosomatische Behandlung vor allem durch verbale Interventionen im Rahmen einer vertrauensvollen Arzt-Patient-Beziehung zu leisten (Basistherapie) und im psychosozialen Kooperationssystem adäquat zu kooperieren

Die Vermittlung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Einstellungen erfolgt durch unser Seminar „Psychosomatische Grundversorgung“ in Form ausgewogener Anteile von Theorie, Übung, Fallbeispielen und patientenzentrierter Selbsterfahrung im Rahmen von Vorstellungen eigener Problemfälle zur Klärung der Arzt-Patient-Beziehung im Rahmen von Balint-Gruppenarbeit.

Der Inhalt des Seminarkurses „Psychosomatische Grundversorgung“ besteht aus einem Theorie-Anteil mit 20 Unterrichtseinheiten (UE) und einem Teil „Praktische Übungen und Interventionstechniken“ mit 30 UE. Es sind zusätzlich angeboten 15 UE Balint-Arbeit, in der eigene Problemfälle aufgearbeitet werden sollen. Die zur geforderten Stundenzahl von 80 UE noch fehlenden Zeiten zur Balint-Gruppen-Arbeit können individuell vereinbart werden.

Inhaltsübersicht „Grundlagen der psychosomatischen Grundversorgung“:

  • Die bio-psycho-soziale Anamnese des Patienten
  • Psychosomatische Krankheitslehre
  • Differentialdiagnose psychosomatischer Erkrankungen
  • Erhebung des psychischen Befundes
  • Differentialdiagnose psychischer Erkrankungen
  • Depression
  • Angsterkrankungen
  • Abhängigkeitserkrankungen
  • Chronische somatische Erkrankungen und Krankheitsbewältigung
  • Psychopharmakologie
  • Differentialdiagnose chronischer Schmerzsyndrome
  • Psychosoziale Onkologie
  • Differentialindikation psychotherapeutischer Verfahren
  • Interaktion Arzt-Patient-Familie


Inhaltsübersicht Praktische Übungen / Interventionstechniken:

  • Erheben der bio-psycho-sozialen Anamnese
  • Gesprächssteuernde Fragetechniken
  • Hypothesenbildung
  • Familienanamnese und Familienkreis
  • Gespräche über / mit Angehörigen
  • Ursprung von und Umgang mit Gegenübertragungsphänomenen
  • Entspannungsverfahren
  • Der „schwierige Patient“
  • Die Patienten – Fallkonferenz als Instrument ärztlicher Qualitätszirkel
  • Dokumentation / ICD 10 – Verschlüsselung / Abrechnung


Für die erfolgreiche Teilnahme können maximal 65 Fortbildungspunkte erreicht werden.

 
 
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